Verkehrssituation Rheinufer / Reduit

Antrag Nr. 16/2021 zur Sitzung des Ortsbeirates Mainz-Kastel am: 13. Juli 2021

Gemeinsamer Antrag CDU und AUF – Verkehrssituation Rheinufer / Reduit

Der Ortsbeirat möge beschließen:
Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, die Verkehrssituation am Rheinufer zu verbessern, indem

  • 1) möglichst schnell der Bereich zwischen Einfahrt zum Rheinufer an der Rampenstraße/Wiesbadener Straße, über die Promenade am Kransand bis zum Haupteingang der Reduit („Löwentor“) für den motorisierten Individualverkehr gesperrt wird,
  • 2) schnellstmöglich die Einbahnstraßenregelung in dem hinter der Reduit gelegenen Straßenabschnitt aufgehoben und diese Strecke zur Befahrung in beiden Richtungen zwecks Erschließung des Reduit-Innenhofs und des Restaurantschiff-Liegeplatzes durch Berechtigte uneingeschränkt genutzt werden kann,
  • 3) ein Verkehrskonzept erstellt und dem Ortsbeirat zur Beratung vorgelegt wird, aus dem hervorgeht, wie zukünftig der gesamte Bereich zwischen Reduit und Bahnhof (einschl. der Parkflächen) verkehrlich erschlossen werden soll (Planung ggfs. mit Erschließungsstraße/Unterführung – unter Berücksichtigung der zukünftigen Schließung des Bahnübergangs).
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Grundlagen der Verkehrsprognose Hochkreisel/Theodor-Heuß-Brücke

Antrag Nr. 12.18 zur Sitzung des Ortsbeirates Mainz-Kastel am: Mittwoch, 21. November 2018

Grundlagen der Verkehrsprognose Hochkreisel/Theodor-Heuß-Brücke

Der Ortsbeirat wolle beschließen:
Der Magistrat möge detailliert darlegen, welche Annahmen der Aussage zu Grunde liegen, der Verkehr auf der Theodor-Heuß-Brücke bzw. dem Hochkreisel Kastel werde bis zum Jahr 2030 (nur) um 7% zunehmen. Der Ortsbeirat erwartet die Angabe der verwendeten Datenquellen und Rechenschritte, die zu dieser Prognose führten.

Der Ortsbeirat erwartet auch eine Antwort auf die Frage, welche künftigen Wohngebiete in Nähe der Theodor-Heuß-Brücke (zumindest im Umkreis von 5 km) mit welcher prognostizierten Zahl an Wohnungen und Einwohner*innen in die Prognose einbezogen wurden und ob dabei auch entsprechende künftige Wohnbebauung auf der anderen Rheinseite berücksichtigt wurde und wenn ja, in welcher Größenordnung.

Begründung:
Die aktuellen Zahlen des Verkehrsdezernats machen deutlich, dass bereits jetzt täglich mehr als 100.000 Personen die „Verkehrsdrehscheibe“ Hochkreisel Kastel passieren, über die auch die Citybahn geführt werden soll. Die Theodor-Heuß-Brücke passieren nach diesen Angaben täglich 96.900 Personen, davon 63.500 im motorisierten Individualverkehr in 46.200 Fahrzeugen mit durchschnittlich 1,4 Insassen, 28.000 Personen in 800 Bussen der acht Linien im Verkehrsbund Mainz-Wiesbaden, ca. 3.500 Radfahrende und 1.900 Personen zu Fuß; zusätzlich Busfahrgäste außerhalb des VMW.

Die offizielle Verkehrsprognose des Dezernats, wie in der Bürgerinformationsveranstaltung am 13.9.2018 vorgestellt und im Städteausschuss Mainz-Wiesbaden am 6.11.2018 bekräftigt, geht von einer Zunahme des Verkehrs am Hochkreisel Kastel bis zum Jahr 2030 um (nur) 7 % aus.

In den kommenden 12 Jahren ist mit der Entwicklung folgender Wohngebiete und Gewerbegebiete zu rechnen: 818 Wohnungen auf ca. 80.000 m2 Wohnfläche im LINDE-Quartier (11,7 ha) mit voraussichtlich ca. 3000 Einwohner*innen, 1000-1500 Wohnungen in „Kastel West“ laut aktuellen Angaben des Stadtplanungsdezernats. Dieses schließt das Areal der ehemaligen gewerblichen Nutzung der Firma Clemens sowie ehemals von der Bereitschaftspolizei genutzter Flächen ein. Auf der anderen Seite der Wiesbadener Straße sollen weitere Flächen bebaut werden, ebenso im Bereich Kastel Housing Area (über 11 ha). Die gänzliche Freigabe des Geländes wurde von der US-amerikanische Standortkommandantur angekündigt, ebenso die Freigabe des mitten in Kastel gelegenen Geländes Kastel Storage Station (im Volksmund AFEX-Gelände“ genannt) mit über 23 ha. Durch die künftige Bebauung dieser Flächen ist mit einem Bevölkerungswachstum in den AKK-Stadtteilen – alleine in unmittelbarer Nähe zur Theodor-Heuß-Brücke – in der Größenordnung zu rechnen, die der aktuellen Bevölkerungszahl von Mainz-Kastel entspricht. Nicht dabei berücksichtigt sind Nachverdichtungen, Schließung von Baulücken und Umwandlung von flächenintensiven gewerblichen Nutzungen für den Wohnungsbau wie gegenwärtig z. B. in Mainz-Amöneburg an der Wiesbadener Straße und in der Zelterstraße.

Zusätzlich soll in Mainz-Kastel nach dem noch überwiegend unbebauten, aber sich schnell entwickelnden Gewerbe- und Handelsgebiet Petersweg Ost ein weiteres Gewerbegebiet in Größe von 50-51 ha in „Kastel-Ostfeld“ entstehen, ebenso ein Wohngebiet von 30-35 ha mit Wohnungen für 8000 bis 10.000 oder mehr Menschen am Fort Biehler.

Angesichts dieser Planungen ist für den Ortsbeirat und Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar darzustellen, wieso die Verkehrsplanung von einer Zunahme des Verkehrs am Hochkreisel Kastel von nur 7 % bis zum Jahr 2030 ausgeht.

Mainz-Kastel, 12. November 2018
Ronny Maritzen
– Fraktionssprecher –

Querungshilfen am Hochkreisel Kastel

Antrag Nr. 19.2017 Antrag zur Sitzung des Ortsbeirates Mainz-Kastel am: Dienstag, 21. November 2017

Querungshilfen am Hochkreisel Kastel

Der Ortsbeirat wolle beschließen:
Der Magistrat möge an der Stelle zwischen Busterminal Hochkreisel Kastel und stromunterseitigem Geh- und Radweg, an der während der Sanierungsarbeiten auf der Theodor-Heuß-Brücke eine (gelb markierte) Querungshilfe bestand, eine Querungshilfe („Zebrastreifen“) vor und hinter dem Fahrbahnteiler dauerhaft einrichten.

Außerdem sollten am Hochkreisel zwischen den Fahrbahnteilern auf der Eisenbahnstraße ebenfalls Querungshilfen markiert werden. Eine entsprechende Beschilderung sollte geprüft werden, da der Hochkreisel nicht nur für den motorisierten Individualverkehr sondern auch für den ÖPNV und den nicht-motorisierten Verkehr ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt ist.

Begründung:
Während der Sanierungsarbeiten an der Fahrbahndecke auf der Theodor-Heuß-Brücke im letzten Sommer bestand eine (gelb markierte) Querungshilfe für Fußgängerinnen und Fußgänger zwischen dem stromunterseitigem Rad- und Gehweg und dem Busterminal Hochkreisel, der von Fußgänger*innen, Radfahrenden sowie Nutzer*innen des ÖPNV dankbar angenommen wurde.

Nach Abschluss der Fahrbahndeckenarbeiten gibt es an der genannten Stelle wieder nur ein Fahrbahnteiler. Die (gelbe) provisorische Fußgängerquerungshilfe wurde entfernt und nicht in eine dauerhafte (weiß markierte) umgewandelt. Angesichts der wiederkehrenden politischen Bekenntnisse, den ÖPNV und die Nutzung emissionsfreier Verkehrsarten fördern zu wollen, sollte an der genannten Stelle eine Querungshilfe („Zebrastreifen“) angebracht werden.

Weitere Begründung: mündlich.

Mainz-Kastel, 11.November 2017
gez. Ronny Maritzen
– Fraktionssprecher –

Belastungen durch Schwerlastverkehr auf der Theodor-Heuss-Brücke und der Boelckestraße

Der Ortsbeirat wolle beschließen:
Der Magistrat möge folgende Fragen beantworten bzw. hierzu berichten:

  • a) Welche Ausnahmegenehmigungen für das Befahren der Theodor-Heuss-Brücke wurden mit welchen Auflagen erteilt?
  • b) Gab es Ausnahmegenehmigungen für das Befahren der Theodor-Heuss-Brücke seit Sperrung der Schiersteiner Brücke?
  • c) Wie wurde die Einhaltung des besonderen Fahrverbots auf der Brücke seit Sperrung der Schiersteiner Brücke kontrolliert, wie häufig, mit welchem Personalaufwand?
  • d) Wie ist die Lebensdauer der Theodor-Heuss-Brücke im Hinblick auf ihre hohe alltägliche Belastung zu beurteilen?
  • e) Für wann muss mit einer erneuten Sanierung der Fahrbahndecke der Boelckestraße gerechnet werden?
  • f) Wie lange werden dann die Einschränkungen auf der Boelckestraße dauern, durch die der Verkehrsfluss behindert werden wird.
  • Soweit mehrere Dezernate betroffen sind, wird um parallele Übermittlung gebeten, um zeitnahe (Teil-) Antworten zu erhalten.

Begründung:
Die Theodor-Heuss-Brücke ist für den Lastverkehr gesperrt. Von der Verwaltung werden Ausnahmegenehmigungen zum Befahren mit LKW erteilt.

Seit Sperrung der Schiersteiner Brücke wurde eine relevante Zunahme von LKW-Verkehr über die Theodor-Heuss-Brücke, und in Folge über die Boelckestraße, wahrgenommen. Die Fahrbahndecke auf der Boelckestraße unterliegt einem außerordentlich hohen Verschleiß. Deutlich wahrnehmbare Risse in den Fahrspuren lassen befürchten, dass eine erneute Sanierung der Fahrbahndecke in absehbarer Zeit erfolgen muss.

Weitere Begründung: ggf. mündlich