Fußgängerüberweg in der Münchhofstraße

Antrag Nr. 18/2021 zur Sitzung des Ortsbeirats Mainz-Kostheim am 21. Juli 2021

Einrichtung eines Fußgängerüberwegs in der Münchhofstraße / Kreuzungsbereich Winterstraße

Der Ortsbeirat möge beschließen:
Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, in der Münchhofstraße auf der Höhe der Kreuzung Winterstraße einen Fußgängerüberweg einzurichten und damit die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer/innen insbesondere die der Schul- und Kita-Kinder zu gewährleisten.

Vorgeschlagener Standort des Fußgängerüberwegs - Einrichtung eines Fußgängerüberwegs
Abbildung 1: Vorgeschlagener Standort des Fußgängerüberwegs. © OpenStreetMap-Mitwirkende.
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Kasteler AUF-Fraktion kritisiert Ortsvorsteherin Christa Gabriel

Kritisch sieht die Kasteler AUF-Fraktion den Ausblick von Christa Gabriel auf das neue Jahr. So verweist sie im Zusammenhang mit Wohnungsbau auf das „Ostfeld“, hier soll die überwiegend landwirtschaftlich genutzte Fläche am Fort Biehler bebaut werden.

Dazu erklärt Ronny Maritzen, Sprecher der AUF-Fraktion im Ortsbeirat Kastel:
„Ganz sicher wird dort 2021 keine einzige Wohnung entstehen und wohl auch nicht in der kommenden fünfjährigen Amtszeit. Für die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Ostfeld gibt es mittlerweile keine Mehrheit mehr im Ortsbeirat und hoffentlich auch bald keine mehr in der Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung. Nun mag die Vorliebe der Ortsvorsteherin für das Wolkenkuckucksheim Ostfeld der Wiesbadener SPD-Parteilinie entsprechen, für den von ihr repräsentierten Stadtteil Mainz-Kastel ist die Planung jedenfalls ein teurer Irrweg. Die absehbare Verschlechterung der klimatischen Verhältnisse durch Bebauung von Kaltluftentstehungsflächen wie die Blockade der Kaltluftzufuhr würde in heißen Sommernächten Kastel „schmoren“ lassen.“

Sein Fraktionskollege Hartmut Bohrer ergänzt:
„Auch die zusätzliche Belastung mit Verkehr zur Rheinbrücke wäre der Wohnqualität in Kastel abträglich. Die städtischen Zuschüsse in dreistelliger Millionenhöhe wären an anderer Stelle weitaus besser angelegt, so z.B. in einer angemessenen Bebauung des bislang vom US-Militär genutzten Geländes mitten in Kastel, dessen Freigabe die US-Armee für spätestens September 2022 angekündigt hat. Hier könnte sich die Ortsvorsteherin im Interesse Kastels für die Aufnahme städtischer Planungen stark machen anstatt wie ihr Parteifreund Oberbürgermeister Mende und Planungsdezernent Kessler (CDU) abzuwiegeln mit der Aussage, man könne nicht sagen, wann dieses Gelände zu Verfügung stehe.“

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AUF unterstützt CDU-Vorschlag

Der AUF Kostheim unterstützt die Forderung der CDU, Überlegungen für eine neue Mainbrücke möglichst bald und nicht erst in zehn, fünfzehn Jahren wiederaufzunehmen: „Eine Brücke, die östlich vom derzeitigen Standort, gebaut wird, könnte Kostheim dauerhaft vom Durchgangsverkehr befreien,“ so Fraktionssprecherin Marion Mück-Raab. Anstatt einfach alles auf Eis zu legen, solle Hessen Mobil die Zeit nutzen und nach tragfähigen Lösungen für die Zukunft suchen. Bei diesen Überlegungen sollten die kommunalen Vertretungen vor Ort offiziell miteinbezogen werden und die Möglichkeit haben, ihre Ortskenntnis einzubringen.

Mück-Raab plädierte für langfristige und zukunftsorientierte Planungen. Man solle auch darüber nachdenken, die alte Mainbrücke für den innerstädtischen Verkehr beizubehalten und zukünftig als Fahrrad- und Fußgängerbrücke auszuweisen: „In diesem Fall sollte es dann nur noch den städtischen Bussen erlaubt sein, die Brücke zu befahren.“  Der Rest des Verkehrs könne über die neue Verkehrsbrücke geleitet werden.

Neubau Mainbrücke: Prüfung östlicher Standorte

Der Ortsbeirat möge beschließen:
Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, sich bei Hessen Mobil dafür einzusetzen, dass bei den Planungen eines Neubaus der Mainbrücke östliche Standorte geprüft werden.

Der Ortsbeirat weist hier insbesondere auch auf die Möglichkeit einer Querung auf der Höhe des Aussichtssturms hin. An dieser Stelle wäre es denkbar, die Straße an der SCA vorbei auf die Hauptstraße (die entlang der Bahnlinie verläuft) zu führen.

Des Weiteren bittet der Ortsbeirat um weitreichende Information und Beteiligung an den weiteren Diskussionen und Planungen.

Begründung:
Der Bau einer Brücke, die östlich vom derzeitigen Standort den Main quert, könnte den Kostheimer Ortskern deutlich vom Durchgangsverkehr entlasten. Gleichzeitig wären die Folgen der westlichen Bauvarianten – wie der Abriss von Häusern, damit einhergehende schwere Eingriffe in gewachsene Strukturen sowie die Belastung des Landschaftsschutzgebietes Maaraue – vermeidbar.

Da die Planungen für eine neue Brücke weitreichende Folgen für das Ortsbild und das Leben in Kostheim haben, ist eine intensive Miteinbeziehung der Stadtteilvertretung notwendig.

Mainz-Kostheim, 16. November 2016
gez. Marion Mück-Raab
– Fraktionssprecherin –

AUF zu den Planungen einer neuen Mainbrücke: „Unausgegoren und teilweise abenteuerlich“

Der Arbeitskreis Umwelt und Frieden Kostheim begrüßt, dass die seit Monaten unter Verschluss gehaltenen Überlegungen von Hessen Mobil zum Bau einer neuen Mainbrücke endlich öffentlich sind. Die Machbarkeitsstudie der Landesbehörde bezeichnet der AUF dagegen als unausgegoren und teilweise abenteuerlich.  „Denkmalgeschützte Häuser abreißen, Naturschutzgebiete schleifen, dazu kommen baurechtliche Fragen … Wir sehen da viele Probleme, bei denen wir gespannt sind, ob sie sich überhaupt klären lassen,“ erklärte Fraktionssprecherin Marion Mück-Raab.

Eine Steigerung des Verkehrsaufkommens will der AUF nicht hinnehmen. Es dürfe nicht darum gehen, Kostheim für den Durchgangsverkehr attraktiver zu machen.  Auch die Idee, ganze Häuserzeilen abzureißen, lehnt der AUF ab. Man frage sich, warum die Möglichkeit, einen Brückenstandort weiter östlich zu errichten, nicht in Erwägung gezogen wurde, kritisiert Mück-Raab die vorgestellten Überlegungen. „Ob das möglich ist, muss unserer Meinung nach ebenfalls geprüft werden.“

Der AUF will sich nun mit den vorliegenden Plänen zum Brückenneubau intensiv beschäftigen und dazu Vorschläge entwickeln. „Der Bau einer neuen Brücke könnte für den verkehrsbelasteten Ortskern eine große Chance sein. Deshalb sollte man diese Überlegungen gründlich durchdenken.“

Der AUF berät sein weiteres Vorgehen zur Mainbrücke auf seiner nächsten Fraktionssitzung am Dienstag, 15. November 2016 um 19.30 Uhr. Die Fraktionssitzungen des AUF sind öffentlich, wer kommen möchte, ist eingeladen. Weiter ist eine AUF-Sondersitzung geplant. Zu diesem Termin, der um die Jahreswende stattfinden soll, wird ebenfalls öffentlich eingeladen. „Die Mainbrücke und das damit verbundene Thema Verkehr werden ein längeres Thema für uns werden. Wir freuen uns, wenn sich Bürgerinnen und Bürger an unseren Diskussionen beteiligen wollen.“

Einhaltung von Tempo 30 in der Waldhofstraße

Der Ortsbeirat möge beschließen:
Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, Schritte zu unternehmen, um eine wirksame Reduktion der Geschwindigkeitsüberschreitungen in der Waldhofstraße zu erreichen.

Dies umfasst aus Sicht des Ortsbeirats die folgenden Punkte:

  • eine bedarfsgerechte Anzahl der Überwachung des fließenden Verkehrs („Blitzer“) insbesondere auch zu den besonders betroffenen Uhrzeiten (Berufsverkehr, d.h. zwischen 6 und 9 Uhr bzw. zwischen 16 und 18 Uhr) und insbesondere auch im besonders betroffenen Abschnitt zwischen Sportplatz und HIT-Parkplatz
  • die Aufstellung eines „Zone 30“-Schilds an der Ausfahrt des HIT-Parkplatzes
  • die temporäre Aufstellung einer radar-basierten LED-Geschwindigkeitsanzeige („Smiley-Geschwindigkeitsanzeige“) für einen Zeitraum von 3 bis 6 Monaten, wobei der Ortsbeirat anschließend um eine Auswertung der Statistik des Geräts bittet (z.B. Zahl und Anteil der zu schnellen Fahrzeuge, besonders problematische Uhrzeiten etc.)
  • das Aufbringen von „30“-Piktogrammen in sinnvollen Abständen von beispielsweise 100 m auf die Fahrbahn, um insbesondere den Durchgangsverkehr an die Geschwindigkeitsbeschränkung zu erinnern

Weiter wird darum gebeten, zu prüfen, ob im besonders betroffenen Abschnitt der Waldhofstraße, etwa zwischen Speisegaststätte Kastel 06 und der Ausfahrt vom HIT-Parkplatz, (s. nachfolgende Karte) testweise

  • Blumenkübel mit einer Breite von 50 cm bis 1 Meter im Abstand von 50 Metern als verkehrsberuhigende Hindernisse am Straßenrand auf der Seite der geraden Hausnummern aufgestellt werden könne
  • einzelne Pappfiguren von Kindern oder Polizisten am Straßenrand platziert werden können

und falls ja, deren Einsatz zu erproben und nach 3 Monaten die Wirksamkeit zu evaluieren.

waldhofstrasse
(Quelle: www.openstreetmap.org)

Außerdem wird um Auskunft gebeten, ob – falls die oben genannten Maßnahmen nicht zum Ziel führen – der Einsatz von Bodenschwellen denkbar ist, wie sie analog beispielsweise in der ebenfalls busbefahrenen Wielandstraße eingesetzt werden.

Falls der Magistrat diese Vorschläge ablehnt oder andere Vorschläge hat, um die Geschwindigkeitsbeschränkung wirksam durchzusetzen, steht der Ortsbeirat gerne zur Verfügung, um dies in einem Ortstermin zu besprechen.

Begründung:
In der Waldhofstraße wird, wie die Messungen der Stadtpolizei ergeben und Anwohner mehrfach beklagt haben, in großem Maße die zugelassene Geschwindigkeit überschritten

Dies hat mehrere Gründe: Zum einen findet sich zwischen der Kurve am Sportplatz bis zur Ausfahrt des HIT-Parkplatzes ein langes gerades Stück Straße, das meist keine Hindernisse wie parkende Autos am Straßenrand enthält, sehr übersichtlich ist und damit zu höheren Geschwindigkeiten verleitet.

Unter Berücksichtigung des Busverkehrs, der keinesfalls unangemessen eingeschränkt werden sollte, kann hier eine Geschwindigkeitsanzeige für Problembewusstsein sorgen. Diese Anzeigen, die mit lachendem oder traurigen Smiley korrekte oder überhöhte Geschwindigkeit darstellen reduzieren Untersuchungen zufolge Geschwindigkeitsüberschreitungen um bis zu 20%.

Weitere Maßnahmen, die zum aufmerksameren Fahren zwingen, könnten ebenfalls aufgestellte Pappfiguren sein oder am Straßenrand platzierte Blumenkübel (bei einer Straßenbreite von 6,10 m im fraglichen Teil blieben damit selbst an diesen künstlichen Engstellen noch deutlich über 5 m Platz). Diese Maßnahmen könnten kostengünstig erprobt und ggf. auch kurzfristig wieder rückgängig gemacht werden.

Zum anderen ist manchen Verkehrsteilnehmern die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht bewusst – insbesondere, wenn diese vom HIT-Parkplatz in die Waldhofstraße einbiegen, da hier kein Schild auf die Zone 30 hinweist.

Diese Problematik kann angegangen werden, indem bei der Ausfahrt vom HIT-Parkplatz ein entsprechendes Schild angebracht wird, sowie durch Piktogramme eines „30“-Verkehrsschilds auf der Straße regelmäßig an die Geschwindigkeitsbeschränkung erinnert wird, denkbar wäre alle 100 Meter. Auch die „Smiley-Geschwindigkeitsanzeige“ macht auf zu hohe Geschwindigkeit aufmerksam.

Bodenschwellen stellen unter den denkbaren Lösungsmethoden mit den größten Eingriff in den Straßenverkehr dar. Sofern die anderen vorgeschlagenen Maßnahmen nicht zum gewünschten Ziel führen, kann dieser Weg erwogen werden. Dies wird analog bereits in vergleichbaren Wiesbadener und Mainzer Straßen (inklusive Linienbus-Verkehr) praktiziert, sollte also auch in der Waldhofstraße umgesetzt werden können.

Mainz-Kostheim, 2. November 2016
gez. Marion Mück-Raab
– Fraktionssprecherin –

Umwidmung Mainufer von Mainbrücke bis Aussichtsturm zur Fahrradstraße

Der Ortsbeirat möge beschließen:
Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, die Straße Mainufer – von ihrem Abzweig an der Hauptstraße entlang bis zum Ende der Befahrbarkeit für Kraftfahrzeuge kurz vor dem Aussichtsturm – zur Fahrradstraße (Verkehrszeichen Z 244.1 ) zu erklären.

fahrradstrasse

Die Straße soll mit Fahrradpiktogrammen in beide Richtungen versehen werden analog zum Radverkehrskonzept 2015 der Landeshauptstadt Wiesbaden (Bild 5-11, Seite 66):

piktogegenverkehr

Anliegern und Inline-Skatern soll die Benutzung mit den beiden folgenden Zusatzschildern erlaubt werden:

anliegerfrei
umwidmung-mainufer
(Karte von openstreetmaps.org)

Begründung:
In einer Fahrradstraße dürfen Radfahrer grundsätzlich nebeneinander fahren. Andere Fahrzeugführer müssen besondere Vorsicht gegenüber Radfahrern walten lassen und müssen ihre Geschwindigkeit ggf. deutlich senken, um Radfahrer weder zu gefährden noch zu behindern. Für alle Verkehrsteilnehmer gilt eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.

Erschließungsstraßen können nach der StVO als Fahrradstraßen ausgewiesen werden, wenn der Radverkehr die vorherrschende Verkehrsart ist oder dies alsbald zu erwarten ist. Dieses Teilstück der Straße Mainufer ist Bestandteil mehrerer Radfernwege und wird insofern in großem Umfang von Radfahrern genutzt.

Durchgangsverkehr durch motorisierte Fahrzeuge findet in der Straße ebenfalls nicht statt. Es findet nahezu ausschließlich Lieferverkehr zu den ansässigen Betrieben aus dem Hotel- und Gaststättenbereich statt. Zusätzlich kommen noch deren Gäste, die ortsnah parken. Dieser Verkehr hätte durch das Zusatzschild weiterhin freien Zugang.

Mainz-Kostheim, 21. September 2016
gez. Marion Mück-Raab
– Fraktionssprecherin –

Freigabe der Einbahnstraße Luisenstraße für Fahrradfahrer

Der Ortsbeirat möge beschließen:
Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten die Luisenstraße zwischen Viktoriastraße und Hauptstraße für Fahrradfahrer in Gegenrichtung freizugeben.

Darüber hinaus wird darum gebeten, analog zum Beschluss 0048 aus der Sitzung vom 19. Mai 2016 (SV 16-O-26-0025), in regelmäßigen Abständen Piktogramme auf der Fahrbahn sowie Markierungen an den Kreuzungen anzubringen (analog Radverkehrskonzept 2015 der Landeshauptstadt Wiesbaden, Bild 5-30, S. 85).

hinweis-auf-radverkehr
freigabe-radverkehr-luisenstrasse
(Karte von Openstreetmap.org)

Begründung:
Laut Radverkehrskonzept 2015 der Landeshauptstadt Wiesbaden gilt für die Öffnung von Einbahnstraßen für Fahrradfahrer folgendes:

Den aktuellen Regelwerken entsprechend muss Radverkehr auf Einbahnstraßen in Gegenrichtung in der Regel zugelassen werden, wenn

  • die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht mehr als 30 km/h beträgt,
  • die Breite der Fahrbahn – ausgenommen an kurzen Engstellen – eine sichere Begegnung zwischen Kraftfahrzeugen und dem Radverkehr erlaubt,
  • die Fahrbahnbreite bei Linienbusverkehr bzw. stärkerem Lkw-Verkehr mind. 3,50 m beträgt.
  • die Verkehrsführung im Streckenverlauf sowie an Kreuzungen und Einmündungen übersichtlich ist und
  • für den Radverkehr dort, wo es erforderlich ist, ein Schutzbereich angelegt wird.

Für besonders wichtig wird erachtet, dass an den Kreuzungen und Einmündungen gute Sichtbeziehungen bestehen. In den Ein- und Ausfahrtbereichen zu bevorrechtigten Straßen sollte in der Regel eine Abtrennung des gegen die Einbahnrichtung fahrenden Radverkehrs vorgenommen werden, wobei dies durch Markierungen erfolgen kann (vgl. Bild oben).

Ein großer Teil des Durchgangsverkehrs des Kostheimer Rings, der sich noch auf der Münchhofstraße findet, biegt an der Viktoriastraße ab. Dies gilt auch für Linienbusse. Das Verkehrsaufkommen auf dem restlichen Teil der Luisenstraße ist moderat, die Übersicht über die Strecke ist durchgehend gut und es gibt regelmäßig bauliche Maßnahmen, die ein Vorbeilassen des Gegenverkehrs ermöglichen. Die Breite der Fahrbahn erlaubt bei niedrigen Geschwindigkeiten auch das Passieren eines Fahrrads an einem Auto.

Die Öffnung der Straße für Fahrradfahrer würde Autofahrer zu vorsichtigerem – und damit langsameren – Fahren zwingen und damit einen Beitrag leisten die Geschwindigkeitsbegrenzungen innerhalb Alt-Kostheims durchzusetzen.

Mainz-Kostheim, 21. September 2016
gez. Marion Mück-Raab
– Fraktionssprecherin –

„Geringschätzung der AKK-Stadtteile“ – AUF AKK wendet sich gegen Zulassungsstelle in der Wiesbadener Landstraße

Kritisch bewertet der Arbeitskreis Umwelt und Frieden (AUF) AKK die Pläne der Stadt, die Zulassungsstelle von Schierstein nach Amöneburg zu verlegen: „Die Wiesbadener Landstraße ist jetzt schon stark mit Durchgangsverkehr belastet, ein zusätzliches Verkehrsaufkommen ist nicht zu verantworten,“ argumentiert Ronny Maritzen, Sprecher der AUF-Fraktion im Kasteler Ortsbeirat. Zusätzlicher Verkehr, die Rede ist derzeit von 400 Autos pro Tag, belaste nicht nur Amöneburg, sondern auch den Kasteler Westen. Bei solchen Planungen nicht einmal ein Verkehrsgutachten heranzuziehen, mache wieder einmal die Geringschätzung der AKK-Stadtteile deutlich: „In der Wiesbadener  Landstraße muss es darum gehen, die Wohn- und Lebensqualität zu verbessern – und nicht nachhaltig zu verschlechtern,“ argumentiert Maritzen. Dass der zuständige Ortsbeirat nicht beteiligt wurde, sei ebenfalls nicht hinzunehmen. Weiter kritisiert Maritzen die undurchsichtige Finanzierung des geplanten Neubaus, er forderte den Magistrat auf, die Karten auf den Tisch zu legen. „Der Verdacht, dass hier  wieder einmal öffentliche Kassen von privaten Investoren geplündert werden sollen, lässt sich ja nicht von der Hand weisen.“