Abriss des Nebengebäudes der Carlo-Mierendorff-Schule (Schulstraße)

Gemeinsamer Antrag aller Ortsbeiratsfraktionen zur Sitzung am 8. März 2017

Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird dringend aufgefordert, den baufälligen Teil des Nebengebäudes der Carlo-Mierendorff-Schule – die alte Hausmeisterwohnung am Standort Schulstraße –  umgehend abzureißen und die freiwerdende Fläche als Schulhof nutzbar zu machen.


Begründung:
Nach den dem Ortsbeirat vorliegenden Informationen besteht Einsturzgefahr, Teile des Schulhof sind mittlerweile für die Schulkinder gesperrt.

Für die Kinder heißt das, dass sie in den Pausen die Spielgeräte nicht mehr nutzen können und ihnen nur noch eine – viel zu kleine – Fläche für die Pausen zu Verfügung steht. Die Absperrung ist vor allem aber auch aus Sicherheitsgründen unhaltbar: Nach Information des Schulelternbeirats hat sich bereits ein Kind am Bauzaun verletzt. Eine weitere Verzögerung der Abrissarbeiten bedeutet eine Gefahr für Schüler und Schulpersonal und ist keinesfalls länger zu verantworten.

Parkplatzmarkierungen in der Kostheimer Siedlung

Der Ortsbeirat möge beschließen:
Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, in der Siedlung sämtliche bestehenden Längsparker-Parkplätze mittels Einzel-Markierungen zu kennzeichnen soweit noch nicht geschehen.


Begründung:
Wie in vielen Wohngebieten Wiesbadens herrscht in der Siedlung regelmäßig Parkplatzknappheit. Neben weiteren flankierenden Möglichkeiten – wie Verbesserung des ÖPNV, Ausbau von Carsharing-Angeboten oder Stärkung des Fahrrads als Alltagsverkehrsmittel – ist die effiziente Ausnutzung des Parkraums ein Mittel, zumindest geringfügige Verbesserungen zu schaffen.

Aktuell wird häufig so geparkt, dass zwischen zwei Fahrzeugen Lücken bleiben, die deutlich größer sind als notwendig, aber zu klein, um sie als Parkraum nutzen zu können. Der zur Verfügung stehende Platz wird damit nicht optimal ausgenutzt. Wir versprechen uns eine Besserung durch die gesonderte Kennzeichnung von Einzelparkplätzen, wobei erklärtes Ziel ist, dass mehr Fahrzeuge auf dem selben Raum Platz finden.

Als positiven Nebeneffekt erwarten wir uns ebenfalls eine Verringerung der Falschparker, insbesondere an den Einmündungen zur Hochheimer Straße. Diese Falschparker stellen für aus der Siedlung ausfahrende Fahrzeuge regelmäßig Sichthindernisse dar.

Mainz-Kostheim, 24. Februar 2017
gez. Marion Mück-Raab
– Fraktionssprecherin –

Sperrung der Mainbrücke für den Schwerlastverkehr

Der Ortsbeirat möge beschließen:
Der Magistrat der Landeshauptstadt wird gebeten, dafür zu sorgen, dass die Kostheimer Mainbrücke schnellstmöglich für den Schwerlastverkehr – ausgenommen sind die öffentlichen Busse – gesperrt und damit entlastet wird.


Begründung:
In der Sitzung des Bauauschusses im November 2016 hat Hessen Mobil den Zustand der Mainbrücke ausführlich dargestellt. Danach ist die Brücke in sehr marodem Zustand, nicht einmal eine Sanierung schien Hessen Mobil wirtschaftlich vertretbar zu sein. Es wurde über Mängel wie Risse, Verformungen und auch Erosionsschäden berichtet. Der Altbau sei „verschlissen und verformt”, die Brückenpfeiler nicht mehr tragfähig genug.

In Presseberichten über den vorläufigen Verzicht auf einen Neubau ist davon die Rede, dass – laut Hessen Mobil – auch nach einer nun geplanten grundhaften Erneuerung der Brücke zwar noch Busse über die Brücke fahren könnten, der Schwerlastverkehr aber die Belastungsgrenze übersteige.

Eine Entlastung der stark frequentierten Brücke ist daher geboten.

Mainz-Kostheim, 22. Februar 2017
gez. Marion Mück-Raab
– Fraktionssprecherin –

Mehrgenerationensport auf der Maaraue

Der Ortsbeirat möge beschließen:
Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, zu prüfen, inwieweit auf der Maaraue Mehrgenerationensportgeräte aufgestellt werden können. Als Vorbild können hier etwa die bestehenden Mehrgenerationengeräte am Pfingstborn in Breckenheim dienen. Dafür sollte Kontakt mit den ortsansässigen Sportvereinen aufgenommen werden, um zu klären, inwieweit die Vereine eine Betreuung des Gerätesports übernehmen könnten.


Begründung:
In einer Gesellschaft, die immer älter wird, spielen Gesundheitsförderung und Prävention eine große Rolle. Dabei sind Bewegung und sportliche Aktivitäten aller Art probate Mittel, um bis ins hohe Alter Gesundheit zu erhalten und damit ein selbständiges Leben zu ermöglichen.

Aus diesem Grund schaffen immer mehr Kommunen in Deutschland niedrigschwellige Bewegungsangebote für alle Generationen. Mit leicht zugänglichen Sportgeräten im direkten Wohnumfeld sollen besonders ältere Menschen zu mehr Bewegung im Alltag motiviert werden. Damit wird nicht nur Gesundheit gefördert, gleichzeitig wird einer Vereinsamung entgegengewirkt und soziale Kontakte, auch über die Generationen hinweg, werden gefördert.

Die Maaraue ist ein Naherholungsgebiet, das sich aufgrund seiner Lage und seiner Struktur besonders gut als Standort für sportliche Aktivitäten eignet.

(Hier www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/trainerin-uschi-moos-haeusser-bietet-montags-ein-training-an-den-mehrgenerationengeraeten-am-pfingstborn-in-breckenheim-an_16867904.htm finden Sie einen Bericht über die Mehrgenerationengeräte in Breckenheim mit einem Foto)

Mainz-Kostheim, 22. Februar 2017
gez. Marion Mück-Raab
– Fraktionssprecherin –

Rechtsabbiegen für Fahrradfahrer an der Kreuzung Winterstaße/Hauptstraße

Der Ortsbeirat möge beschließen:
Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, an der Einmündung der Winterstraße in die Hauptstraße (vgl. anhängenden Kartenausschnitt) Radfahrern die Möglichkeit zum Rechtsabbiegen einzuräumen, beispielsweise in Form einer vorgezogenen Aufstellfläche:


Begründung:
Vom Ortsbeirat wurde bereits in der letzten Legislaturperiode gefordert, das Rechtsabbiegen, das viele Verkehrsteilnehmer an dieser Stelle unerlaubterweise betreiben, zu legalisieren. Die Landeshauptstadt Wiesbaden hatte damals geantwortet, dass dies die Versetzung der Haltelinie nach hinten bedeuten würde und daher nicht möglich sei. Unserer Meinung nach mag diese Begründung für Kraftfahrzeuge korrekt sein, lässt sich jedoch nicht für Fahrräder halten. Die Erlaubnis zum Rechtsabbiegen in die Hauptstraße ist damit ohne Benachteiligung motorisierter Verkehrsteilnehmer ein weiterer kleiner Baustein zur Attraktivitätssteigerung des Radverkehrs.

Mainz-Kostheim, 24. Februar 2017
gez. Marion Mück-Raab
– Fraktionssprecherin –