Haushaltsanmeldungen 2014/2015 AUF-Kostheim

Neben den noch nicht erledigten Haushaltsempfehlungen aus den
Haushaltsanmeldungen vom 28. Juni 2011 (Empfehlungen der Finanzkommission) und den Maßnahmen 1. bis 4.
melden AUF-Kostheim insbesondere noch folgende Meldungen an:

Erhöhung der Zuschußmittel für den KIKO Kostheim
Neubau der Albert-Schweitzer-Schule
Zuschuß Kunstrasenplatz für den TUS 05 Kostheim
Planungsmittel: Anbindung Maaraue mit neuer Brücke beim Lindeareal
Erhöhung der Mittel für neue Baumanpflanzungen in Kostheim
Mittel für die Neugestaltung des Bürgerhausumfeldes

Baumfällungen auf der Maaraue

Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, darüber Auskunft zu geben, wie viele Bäume seit dem 1. Januar 2013 auf der Maaraue gefällt wurden.

Der Ortsbeirat bittet weiter um Mitteilung der Gründe für die Baumfällungen und eine genaue Aufschlüsselung, um welche Baumarten es sich handelte.

Des weiteren wird darum gebeten, mitzuteilen, wann nachgepflanzt wird und durch welche Arten die Bäume ersetzt werden.

Sperrung des kleinen Waldwegs auf der Maaraue

Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, die Sperrung des kleinen Waldwegs auf der Maaraue wieder aufzuheben und die beiden Zäune zu entfernen.

Begründung:

Der Weg, der direkt zum Schwimmbad führt und zwischen den Sportplätzen liegt, ist im vergangenen März gesperrt worden. Laut städtischem Grünflächenamt war das aus Verkehrsicherungssgründen nötig, die Stadt hatte seinerzeit Pflegemaßnahmen für den Herbst angekündigt. Diese Maßnahmen sind erfolgt, darüber hinausgehende Verkehrssicherungsmaßnahmen wurden offenbar nicht für nötig gehalten.

Die Sperrung des Weges wurde von den Bürger/innen von Anfang an nicht akzeptiert. Seit einem Jahr werden die Zäune umgangen, sie wurden wiederholt beschädigt, und stellten – gefährlich hochgewickelt – zeitweise ein hohes Unfallrisiko dar. Mittlerweile gibt es Trampelpfade durch den Wald, über die man problemlos auf den Waldweg gelangen kann.

Der Waldweg wird allen Sperrungen zum Trotz genutzt – es ist ein Weg, der seit mehr als einem halben Jahrhundert auf der Maaraue existiert. Er wird vor allem im Sommer von Schwimmbadbesuchern genutzt, für viele Kinder ist es der kürzeste Weg zum Sportplatz.

Da der Weg genauso sicher ist wie die parallel verlaufende Straße gibt es keinen Grund, die gefährliche Sperrung weiter aufrechtzuerhalten.

Gestaltung des Platzes am Bürgerhaus

Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, dem Ortsbeirat eine Planung für eine Neugestaltung des Platzes am Bürgerhaus vorzulegen.

Begründung:

Obwohl der Bereich um das Bürgerhaus den Ortskern von Alt-Kostheim bildet, ist das kein Platz, an dem man sich gerne aufhalten will. Zur Zeit stellt er sich vor allem als eine Art Abstellfläche dar: Kreuz und quer stehen Blumenkübel und Bänke, dazu zwei Bushäuschen, mehrere Fahrradständer, eine Packstation, ein Schaukasten, die MVG-Radstation – alles steht planlos herum. Auch die (eher lieblose) Bepflanzung sowie die uneinheitliche Pflasterung zerstückeln die Fläche weiter und zerstören den Charakter, den ein Platz im öffentlichen Raum eigentlich hat: Es gibt kaum freie Fläche, es gibt keinen Platz.

Mit dem Mathildenhof und der Etablierung eines Wochenmarktes bieten sich große Chancen für den Kostheimer Ortskern. Mit einer durchdachten und attraktiven Platzgestaltung kann diese städtebauliche Entwicklung weiter vorangetrieben werden. Es sollte ein Platz geschaffen werden, der Raum für Märkte und Feste bietet, der Verbindungen schafft und als Lebens- und Aufenthaltsraum nutzbar wird

Baulandkataster für Mainz-Kostheim

Der Magistrat möge die Erstellung eines Baulandkatasters für den Ortsbezirk Mainz-Kostheim in Auftrag geben.

Begründung:

„Ein wichtiger Grundsatz der im Baugesetzbuch verankerten Stadtentwicklung ist mit Grund und Boden sparsam umzugehen und dabei die Möglichkeiten der Innenentwicklung zu nutzen.“ (siehe www.Wiesbaden.de)
Für alle Innenstadtbezirke und eine Reihe von anderen Ortsbezirken gibt es ein städtisches Baulandkataster, in dem unbebaute sowie untergenutzte oder nur geringfügig bebaute Grundstücke zusammengestellt sind, oder soll jetzt erstellt werden. Dies gilt immer noch nicht für die AKK-Stadtteile, obwohl gerade in diesen ein stark wachsender Bedarf an Flächen zur Wohnbebauung besteht und zahlreiche in ein Baulandkataster aufzunehmende Flächen vorhanden sind/sein dürften.

Suche nach Blindgängern am Fort Biehler

Der Ortsbeirat möge beschließen:
Der Magistrat wird gebeten mitzuteilen, welche Flächen im Bombenabwurfgebiet rund um das Fort Biehler sich im privaten und welche sich im öffentlichen Eigentum befinden (Kartierung).
Weiterhin möge der Magistrat sodann auf die Eigentümer der öffentlichen Hand einwirken, die Kampfmittelräumung zu veranlassen.
Begründung:
Mit Beschluss Nummer 0178 vom 2. Oktober 2012 hat der Ortsbeirat den Magistrat gebeten, auf den Ackerflächen am Fort Biehler systematisch nach Blindgängern suchen zu lassen.
Der Magistrat hat daraufhin mit Schreiben vom 18.12.2012 durch den Wirtschaftsdezernenten geantwortet, dass die Auswertung der beim Kampfmittelräumdienst vorgelegten Kriegsluftbilder ergeben habe, dass sich der Bereich und die landwirtschaftlichen Flächen im Umfeld des Fort Biehler in einem Bombenabwurfgebiet befinden.
Es ist also Gefahr im Verzug. Und diese wächst an. Die Blindgänger werden zunehmend gefährlich.
Weiter führt der Wirtschaftsdezernent aus, dass die Kosten für die Kampfmittelräumung von den Eigentümern der betreffenden Flächen zu tragen und entsprechend zu beauftragen sei. Der Abtransport und die Entschärfung würden dann vom Kampfmittelräumdienst auf dessen Kosten übernommen werden.
Um entsprechend die ersten Schritte einleiten zu können, bitten wir um Zustimmung zu unserem Antrag

Informationstafeln zum römischen Castellum Mattiacorum, insbesondere zum römischen Ehrenbogen

Obwohl der Ortsbeirat Mainz-Kastel schon vor Monaten (Beschluss aus 2012) darauf hingewiesen hat, dass die im Ortskern von Alt-Kastel in den 80er-Jahren des vorigen Jahrhunderts angebrachten Informationstafeln zur Lage des ersten römischen Kastells auf Kasteler Gemarkung, zum römischen Ehrenbogen in der heutigen Großen Kirchenstraße und zu weiteren Funden (u. a. Meilensteine aus dem 2. und 3. Jahrhundert an der Straßenkreuzung Richtung Aquae Mattiacorum, heute Einmündung Zehnthofstraße/Marktstrasse/Große Kirchenstraße) nicht oder kaum noch lesbar bzw. nicht mehr vorhanden sind, wurden die Tafeln immer noch nicht erneuert. Auch die Gesellschaft für Heimatgeschichte Kastel (GHK) war diesbezüglich bereits aktiv geworden. Es ist völlig unverständlich, dass offenbar seitens der Stadtregierung so wenig Interesse an der Kenntlichmachung solch bemerkenswerter Funde aus der römischen Antike im Stadtgebiet besteht.
Der Ortsbeirat möge beschließen:
Der Magistrat möge mitteilen,
wann endlich die Informationstafeln zu den Funden aus der Zeit der römischen Antike im Ortsbezirk Mainz-Kastel erneuert werden

Sachstandsbericht zur Räumung von Militärgelände in Mainz-Kastel

Der Ortsbeirat möge beschließen:
Der Magistrat möge folgende Fragen beantworten:
Welche konkreten Schritte zur Freigabe des Geländes „Kastel Housing Area“ und eines Teils des Geländes „Kastel Storage Station“ sind seit Mitte Februar 2013 erfolgt?
Wann wird das nächste Gespräch zwischen den deutschen Behörden und dem US-Militär erfolgen?
Welche Schritte wurden unternommen um den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung umzusetzen, für den Bereich des Geländes „Kastel Storage Station“ einen Bebauungsplan aufzustellen?

Leerstand Philippsring 16

Seit Jahren ist im Gebäude Philippsring 16, das seinerzeit aus öffentlichem Vermögen veräußert wurde, Leerstand zu beklagen. Angesichts der zunehmenden Verknappung von Wohnraum, insbesondere im preisgünstigen Bereich, ist es nicht tolerabel, dass die – im Grundgesetz verankerte – Verpflichtung, dass Privateigentum zugleich auch dem Gemeinwohl verpflichtet ist, missachtet wird. In der ehemals öffentlichen Liegenschaft könnte mit über 40 Wohnungen zur Entlastung des Wohnungsmarktes beigetragen werden. Der Ortsbeirat hat wiederholt das Problem thematisiert und zum Gegenstand von Anträgen gemacht. Da seitens der Stadt Wiesbaden und den stadteigenen Wohnbaugesellschaften offensichtlich kein Interesse besteht, sollte die Nutzung für Studierende der Johannes-Gutenberg-Universität ernsthaft geprüft werden. Aufgrund des ÖPNV-Knotenpunktes Bahnhof Kastel/Brückenkopf Kastel besteht eine hervorragende ÖPNV-Anbindung.
Der Ortsbeirat möge deshalb beschließen:
Der Magistrat möge mit dem Eigentümer des Gebäudes, der Landeshauptstadt Mainz, der Johannes-Gutenberg-Universität, dem Studierendenwerk und anderen potentiellen Interessenten Kontakt aufnehmen um das Gebäude wieder einer Wohnnutzung zuzuführen.